Mittwoch, 30. Januar 2013

Hysterie über die Stillen Tage

Hier meine Antwort auf die Leserbriefe zu unserer Forderung die Stillen Tage abzuschaffen (wird hoffentlich noch gedruckt):


Tradition ja, Hysterie, nein Danke!

Zu den Leserbriefen von Peter Euler und Michael Hien zur Abschaffung der Stillen Tage: Wenn man die Zeilen dieser Leserbriefe liest, kriegt man ja Angst, dass die Piraten die gesamte Kirche, samt Glauben und aller Traditionen abschaffen wollen. Aber interessant zu sehen, mit welchen offensichtlichen Nebenforderungen (z.B. neben Transparenz oder Bürgerbeteiligung) manche Parteivertreter in Hysterie zu stürzen sind. Unser Abendland geht unter, unsere Kultur wird angegriffen,...bitte, lasst doch mal die Kirche im Dorf! Was nimmt sich Herr Euler, dieser treue Genosse, heraus, dass er allen Menschen und Christen in Bayern vorschreiben will bzw. meint zu wissen, was diese brauchen und was ihnen gut tut?!? Ich entscheide das für mich gern selber und andere Menschen glaube ich auch. Leider reichte der Platz im Artikel nicht aus, zu schreiben, dass die Piraten den Sonntag unangetastet lassen wollen und sich die Liberalisierung auf Montag bis Samstag beziehen soll, was übrigens positive Effekte für kleine Läden hätte, da für größere Geschäfte eine Ausweitung unrentabel wäre. Herr Hien bemüht gleich noch eine größere Moralkeule, die Stillen Tage seien die Grundlage unserer Gesellschaft und Kultur, wer das nicht so sieht hat Grundlegendes nicht verstanden. Etwas vermessen, wie ich finde. Bei was ich ihm recht gebe, dass unsere Gesellschaft hier und da mehr Würde und Ernsthaftigkeit braucht. Es geht nicht um die Anzahl der Tage, sondern um das Thema Selbstbestimmung. Ich bzw. die Piraten sind der Meinung, dass der mündige Bürger doch selbst entscheiden soll bzw. auch kann, wann er in dieser schnelllebigen Zeit in Würde und Ernsthaftigkeit inne hält und zu Ruhe kommen möchte. Das muss im 21 Jahrhundert nicht mehr die Kirche entscheiden, das ist tatsächlich ein Relikt. Kirche ist gut und wichtig, genau wie der Glaube, den jeder haben darf! Und nochmal, es will niemand die Kirchen oder ihre Leistungen in der Vergangenheit klein reden. Nur, sollte es eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat geben und überholte „Traditionen“ überdacht werden, so dass jeder Bürger für sich und selbstbestimmt entscheiden kann, nach welcher Kultur und Religion er leben möchte.

Heiko Schumann
Piratenpartei Straubing
Landtagsdirektkandidat

Freitag, 25. Januar 2013

Straubinger Piraten wählen ihre Direktkandidaten :-)

Unsere Pressemitteilung zu der Wahl unserer Direktkandidaten:

Straubinger Piraten starten Wahlkampf mit Aufstellung ihrer Direktkandidaten
Heiko Schumann und Michael Ecker wollen den Land- und Bezirkstag entern

Nach den anderen Straubinger Parteien haben jetzt auch die Piraten ihre Direktkandidaten für den Land- und Bezirkstag im Stimmkreis Straubing aufgestellt. Die Aufstellungsversammlungen begannen mit der Begrüßung des niederbayerischen Bezirksvorsitzenden Christian Reidel und der gemeinsamen Festlegung der Tages- und Wahlordnung. Begonnen wurde mit der Wahl des Landtagskandidaten. Heiko Schumann, der stellvertretende Vorstand Straubing, stellte sich und seine schwerpunktmäßigen politischen Ziele und Inhalte vor. Der 35 jährige Sozialpädagoge wolle zuerst einen neuen Stil in die bayerische Landespolitik bringen. „Politische Entscheidungen und Abläufe müssen transparenter und für den Bürger nachvollziehbarer werden“, fordert Schumann. Außerdem wolle er die Bürgerbeteiligung auf den verschiedenen politischen Ebenen voranbringen, z.B. sich für Bürgerbegehren und Volksentscheide auch auf Bezirksebene einsetzen. Seine Hauptthemen sind Sozial- und Bildungspolitik, sowie ein liberaleres Bayern. Er will will sich unter anderem für den Ausbau der Städtebauförderung, z.B. das Projekt Soziale Stadt, die Abschaffung aller Bildungsgebühren, wie Kinderkrippen bzw. -garten und Studiengebühren, eine längere gemeinsame Schulzeit von 9 Jahren und mehr Autonomie für die Hochschulen stark machen. Des Weiteren will er liberale Ideen fördern. „Wir brauchen auch in Bayern liberalisierte Ladenöffnungszeiten, um der gesellschaftliche Entwicklung Rechnung zu tragen und im Gegenzug keine „Stillen Tage“ mehr, da wir mittlerweile in einer multikulturellen und säkularen Gesellschaft Leben, in der das Diktat der Kirchen zurückgehen müsse“, erläutert Schumann. In Niederbayern sind ihm der sanfte Donauausbau, ein gentechnikfreier Bezirk und der Breitbandausbau des Internets wichtig. Kommunal sollte Straubing mehr Studenten und eine gute Ausstattung der Lehrstühle und mehr bezahlbaren Wohnraum für finanziell schwächer gestellte Menschen bekommen. Er wurde bei einer Enthaltung mit gut 85% der Stimmen gewählt. Für den Bezirkstag trat Michael Ecker an. Der 30 jährige Rettungsassistent und Mitarbeiter eines großen Sanitätshauses, Vorstand der Straubinger Piraten, möchte sich für mehr Transparenz in der Verteilung der finanziellen Mittel innerhalb des Bezirks und die Förderung und Umsetzung des Livestreamings der Bezirkstagssitzungen einsetzen und das Interesse der Bürger an der Arbeit des Bezirkstages erhöhen. Außerdem ist er, wie Schumann auch, für eine Erhöhung der Bürgerbeteiligung. „Ich bin außerdem für eine stärkere Förderung der Kultur, besonders auch der Kleinkunst im Bezirk, z.B. durch Bildungsgutscheine oder die Einführung einer „Kulturflatrate““, erklärt Ecker. Ferner lehnt er die Privatisierung der Trinkwasserversorgung und die Förderung einzelner Großprojekte strikt ab. Auf die Frage der Finanzierbarkeit seiner Ideen, antwortete Ecker, dass eine Möglichkeit die Umschichtung des Haushalts, nach dem Prinzip, dass starke Schultern mehr wie Schwache tragen können, wäre. Auch er wurde bei einer Enthaltung mit 85% der Stimmen gewählt. Beide Direktkandidaten wollen auch versuchen auf ihrer jeweiligen Liste auf den ersten Platz zu kommen, um ihre Chancen in die Parlamente einzuziehen zu erhöhen. Gemeinsam wollen die Straubinger Piraten jetzt aktiv in die beiden Wahlkämpfe mit gezielten Aktionen und Projekten, z.B. mit Infoständen oder Podiumsdiskussionen, starten. „Wir wollen den Straubingern zeigen, dass die Piraten in Bayern und Niederbayern eine echte wählbare Alternative sind“, fasste Michael Ecker die beiden Aufstellungsversammlungen zusammen.

Dienstag, 22. Januar 2013

Skript zu meiner Bewerbungsrede für meine Landtagskandidatur - Sozial, liberal, transparent und mit den Bürgern


Kandidatur Landtag 2013 Piraten – Für ein sozial-liberaleres Bayern mit transparenterer Politik und mehr Bürgerbeteiligung

Persönliche Vorstellung
Heiko Schumann, 35, getrennt lebend, zwei Töchter (4 und 6), Dipl. Sozialpäd. (FH) - knapp 9 Jahre Arbeit mit psychisch kranken Erwachsenen, aktuell ambulante Betreuung von suchtkranken Erwachsenen und ehemaligen forensischen Patienten und ambulante Jugendhilfe (Erziehungsbeistandschaft/Sozialpädagogische Familienhilfe)

Vita und Engagement bei den Piraten
seit Oktober 2011 bei den Straubinger Piraten aktiv
seit November 2011 Pressesprecher der Straubinger Piraten
seit Juli 2012 Koordinator der AG Kommunalpolitik Straubing
seit Oktober 2011 Besuch diverser Bundes- Landes- und Bezirksparteitage, fast aller Stammtische in Niederbayern, der Stammtische in Cham, Regensburg, Schwandorf und Bamberg...da mir Vernetzung sehr wichtig ist
beim LPT 2012.1 in Straubing wurde mein Positionspapier zur Abschaffung der Kindergartengebühren in Bayern fast einstimmig angenommen
seit Januar 2013 stellv. Vorstand der Straubinger Piraten, inkl. Pressearbeit


Inhalte und Themen als MdL

neuer Politikstil - Demokratie 2.0 – mehr Transparenz in der Politik (Transparenzeffekt/Informationsfreiheit/Lobbyregister/Stärkung des Parlaments); möglichst wenig Ausschüsse nicht öffentlich etc.

mehr Bürgerbeteiligung/Bürgerrechtedigitales Parlament/Parliament Feedback, Bürgerbefragungen/Volksbegehren etc. z.B. auch auf Bezirksebene stärken/ermöglichen, Beteiligung der Bezirke/der Bürger bei der Entwicklung des LEP, Wahlrecht für EU-Ausländer auf Bezirksebene

Sozialpolitik - Wohnbau- und Städtebauförderung (z.B. Projekt Soziale Stadt) , Familien- und Jugendhilfe (z.B. Zuschüsse für Kindertageseinrichtungen oder für die Jugendarbeit), Erhalt und Ausbau von Regelförderprogrammen in diesem Bereich (z.B. die Koordinierenden Kinderschutzstellen, KoKi oder Erziehungsberatungsstellen)

Bildungspolitik Abschaffung von Bildungsgebühren für freie Bildung von klein auf! (Studiengebühren; auch für das "Zweitstudium", wenn zuvor ein Studium abgebrochen oder ohne Abschluss beendet wurde), Kinderkrippen- und Kindergartengebühren etc.) Ausbau Krippenplätze, Stärkung der Autonomie der Hochschulen (z.B. bei der Auswahl der Dozenten oder beim Auswahlverfahren der Studierenden); Schulpolitik: Schaffung/Förderung neuer Lehrerstellen, Verbesserung der Ausstattung der Schulen, Prüfung möglicher Förderprogramme, Stärkung der Schulsozialarbeit

Liberale Ideen für Bayern liberalisierte Ladenschlusszeiten, Abschaffung der stillen Tage, Einschränkung des kirchlichen Arbeitsrechts, allg. gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen (bedarfsgerecht, z.B. bei Gefahrenstellen)

ÖPNV - fahrscheinlos, Vernetztes Anrufsammeltaxi, Mobilitätsflatrate, Förderung verkehrspolitischer Projekte in der Fläche statt einzelner Großprojekte

Niederbayern - Donauausbau ohne Staustufen bzw. Voranbringen des vernetzen Konzeptes, Gentechnikfreies Niederbayern, Verbot von Patenten auf Lebewesen und Lebensmittel (zur Stärkung der mittleren und kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und zum Erhalt einer sinnvollen Fruchtfolge und anderen Faktoren einer nachhaltigen Landwirtschaft), Flächendeckender Ausbau eines Breitband DSL Netzes (für mehr wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Betriebe auf dem Land und Erhöhung der Teilhabe am digitalen Leben)

Straubing - Erhöhung der Studentenzahlen und Verbesserung der Bedingungen und der Ausstattung der Lehrstühle in Straubing zur Förderung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Vielfalt des städtischen Lebens, mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien, soziale schwächere Menschen und Studenten - Wohn- und Städtebauförderung für Straubing, falls noch nötig: Vorantreiben des barrierefreien Bahnhofes in Straubing, Verbesserung des ÖPNV auf dem Land durch die Einführung eines bayernweit integrierten Anruf-Sammeltaxi Systems (Grundversorgung Mobilität), Stärkung der Selbstbestimmungsfähigkeit der Kommunen bei der Einführung eines fahrscheinlosen ÖPNV's